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Silvan schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Sehr schöner Text, in der Tat!

Ich hoffe sehr, dass das Fass nun endlich voll genug ist, und er zurücktritt. Ihm fehlt außer der äußeren Fassade wirklich alles, was einen Bundespräsdenten ausmacht. Wulff ist im Grunde nur ein Bundespräsidenten-Darsteller, und verwechselte seine Schauspielerrolle offenbar lange Zeit mit der Aufgabe selbst. So jemanden möchte ich nicht einmal in weniger turbulenten und krisengeprägten Zeiten als Bundespräsidenten haben.

Achim schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Hier aktuelle Pressestimmen von heute morgen: http://www.ftd.de... und hier Hintergründe zum Wulff-BILD-Verhältnis: http://www.ftd.de... -- Letzteres las ich heute morgen beim Kaffee auf Papier.

Der Leitartikel ist offenbar nicht online, aber auch lesenswert, denn nicht nur für die FTD ...
QUOTE:
ist quantitativ langsam die Schmerzgrenze erreicht. Ein Bundespräsident muss vielleicht nicht hinwerfen, weil er früher im niedersächsischen Landtag die Wahrheit gedehnt hat. Er muss es auch nicht, weil er mal bei befreundeten Unternehmern Urlaub macht oder weil er einen besonders günstigen Zinssatz für einen Immobilienkredit bekommt. Auch nicht, weil er auf berechtigte Kritik mit Salamitaktik reagiert und die Fehler eingesteht, die ohnehin schon bekannt sind. Und er muss nicht zurücktreten, nur weil er bei „Bild“-Chef Kai Diekmann anruft. Nur: Wenn das alles zusammenkommt, wird es langsam zu viel.

Silvan schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Sehr spannende Presseschau, und auch eine lustige Vertrauens-Umfrage dort bei der FTD: 13.000 abgegebene Stimmen, 50% vertrauten Wulff noch nie, 40% vertrauen ihm nicht mehr, der kümmerliche Rest verteilt sich auf "in Maßen" oder "ja".

Ich glaube ohnehin, es gab seit Gründung der Republik noch nie einen vom Volk unerwünschteren Bundespräsidenten als diesen, das schlägt sich auch jetzt nieder - ein knapper Rückhalt ist schneller aufgebraucht. Und viele Gegner seiner Wahl fühlen sich jetzt bestätigt.

Ich bin gespannt, wie lange man auf Facebook Herrn Wulff noch seine Meinung sagen darf, bzw. ob dort bereits fleißig gelöscht wird. Alleine 2200 Kommentare zu seinem letzten Posting, die meisten negativ, ein paar Verschwörungstheoretiker, und die Durchhalteparolen der letzten Kohorte seiner Anhänger, die schon allzu sehr der von Ex-Dr. KTzG gleicht...

Achim schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

> Facebook Herrn Wulff noch seine Meinung sagen darf

Hassema' 'n Link?

Silvan schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Ganz offiziell: http://de-de.facebook.com...

Die Stern-Persiflage: http://www.stern.de...

Die bisher recht schwach promotete: http://de-de.facebook.com...

Gegen die Jagd auf Wulff: http://www.facebook.com...

Berthold schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Dazu muss natürlich ein Screenshot der Wulff-Facebook-Seite. Beachtet bitte, in welcher Gesellschaft er sich befindet (rechte Spalte).
/uploads/2012/01/PastedGraphic-9.serendipityThumb.png

Silvan schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

> Beachtet bitte, in welcher Gesellschaft er sich befindet (rechte Spalte).

Das ist ja fast besser als die Stern-Satire - welche sich durchaus erfolgreich anstrengt, auch in den Spalten rechts und links lustig zu sein...

Irgendwie möchte ich ihm zurufen: Lieber Herr Wulff, ich gehe jetzt drei Tage in den Urlaub, lese keine News und schaue kein Fernsehen - und wenn ich wieder zurückkomme, wäre ich froh, wenn Sie nicht mehr da sind.

Silvan schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Wulffs Drohungen haben Methode. Schon im Sommer hat er einen Redakteur der WELT einbestellt ins Schloß Bellevue, und ihm persönlich mit "unangenehmen und öffentlichkeitswirksamen Konsequenzen" gedroht, sollte er ein kritischer Artikel über ihn veröffentlicht werden.

Selbst die WELT, als eher regierungstreue Zeitung, geht nun von Bord, der stellvertretende Chef-Redakteur spricht offen auf seiner Facebookseite

http://de-de.facebook.com...

darüber und nennt den Artikel, um den es geht. Was bei Guttenberg die wissenschaftliche Elite war, die ihm das Genick gebrochen hat, könnten in diesem Fall die Journalisten sein, deren Ethos dieses Verhalten nicht tolerieren kann. Sie werden sich ihm in die Waden beißen, bis er fällt. Ich vermute, mal, dass es jetzt ganz schnell gehen wird. Zumal der Präsident schweigt.

Berthold schrieb dazu am 03.01.2012 | #permlink

Naja, wobei es bei Guttenberg definitiv auch die Medien waren, die ihn gekippt haben. Hätten die Medien ihn nicht stürzen sehen wollen, wäre er geblieben.
(Und Satan, Satan! Er ist ja schon wieder auf dem Weg zu uns, Seehofer hat ihm schon alles verziehen.)

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